4 hessische Formenläufer wurden in diesem Jahr wieder zur Weltmeisterschaft in Dublin nominiert. Mit dem neuen Bundestrainier Oktay Kandemir machte sich das Team, zu dem noch der Hamburger Torben Springborn zählt, auf den Weg nach Dublin / Irland. Oktay hatte ein glückliches Händchen beim Losverfahren und zog für das deutsche Team gute Starterplätze.
Zum ersten Mal musste auch eine deutsche Formenläuferin durch die Dopingkontrolle. Hier traf es Annabell Zimmermann vom KSV Friedberg als jüngste Teilnehmerin. Begleitet und unterstützt wurde sie von Judith Weck (TV Jahn Sinn), die offiziell von Oktay Kandemir und Werner Soßna zum Mannschaftskapitän bestimmt wurde. Aber das deutsche Team hatte sich nichts vorzuwerfen, Annabell war clean.
Die äußeren Bedingungen am ersten Formenwettkampftag waren nicht optimal und es kam zu mehrfachen Unterbrechungen bei den Starts. Annabell Zimmermann zeigte für ihren ersten Wettkampf gute Leistungen und ging mit Platz 8 von der Kampffläche. Michelle Veith vom KSV Friedberg, die im letzten Jahr schon für Deutschland startete, erkämpfte sich Platz 7. Judith Weck, die mit fremder Waffe (Katana von Torben Springborn) an den Start ging, weil der Hauptkampfrichter im Vorfeld keinen Zweifel daran ließ, dass er ihre Waffe für nicht gut befindet, landete auf Platz 6.
Bei den Wettkämpfen am Samstag erreichten Annabell Zimmermann und Michelle Veith im Softstyle leider nur die letzten Plätze.
Dennis Morgan vom KSV Friedberg erkämpfte sich Bronze und führte das deutsche Formenteam somit aufs Treppchen. Zum wiederholten Male konnte der Friedberger im Softstyle eine Medaille mit nach Hause nehmen. Hierfür nochmals herzlichen Glückwunsch auch an die Trainier Armando und Helga Regner.
Im Hardstyle Bereich lief es dann ganz schlecht. Judith lief eine phantastische Form und hätte sich einen Platz auf dem Treppchen verdient. Das sah auch das Publikum aus unterschiedlichen Nationen so. Die Kampfrichter werteten Judith jedoch auf den letzten Platz, mit der Begründung der Anteil der akrobatischen Elemente sei zu hoch. Mit einem Pfeifkonzert und Buhrufen wurde das Kampfgericht belohnt. Auch nachträgliche Interventionen durch Werner Soßna, Michael Wübke und Oktay Kandemir waren nicht zielführend.
Herr Kalac vom DOSB, der bei der Ankunft der Sportler am Flughafen in Frankfurt zugegen war, sprach Judith Mut und Trost zu und beglückwünschte Denis Morgan zu seiner Platzierung und dankte allen hessischen Sportlern für die gezeigten Leistungen. (Petra Hermann-Weck)